Tipps
von A bis Z

Das Wichtigste vorab

  • Sie müssen nicht pflegen! Sie können regelmäßig Ihren Rasen austauschen wie im Fußballstadion. Da haben wir geniale Ideen für Sie.
  • Wässern in Trockenphasen
    – Wenn keine natürlichen Niederschläge über einen längeren Zeitraum fallen sollten:
    Verteilen Sie gleichmäßig ab Welkebeginn zweimal pro Woche 15–20 l Wasser pro m² in einer Gabe, entweder morgens früh oder abends spät.
    – Messen Sie die Wassermengen, Tipps dazu bei uns. Merke: Lieber seltener, aber dafür ausgiebig wässern. Täglich kleine Wassergaben schaden bei heißem Wetter mehr, als dass sie helfen.
  • Vertikutieren sie nicht, das schadet dem Rasen und ist nur bei altem verfilztem Rasen hilfreich; lieber den Rasen drei- bis viermal im Jahr mit einem Rasenrechen ausharken das macht ihn – wie das regelmäßige Mähen – dicht und schön.

 

Nun von A bis Z

 

Ausgetrockneter/strapazierter Rasen

Freizeit- und Sportaktivitäten sowie ständiger Sonnenschein fordern dem Rasen einiges ab. Sein sattes Grün droht zu verblassen und der Wachstumsmotor verliert an Fahrt.

 

Maßnahmen:

  • Stark beanspruchter Rasen braucht zusätzliche Nährstoffe. Stickstoff lässt den gedrosselten Wachstumsmotor schnell wieder in Gang kommen. Düngen Sie deshalb bei strapaziertem Rasen alle 8 Wochen.
  • Stellen Sie die Messer des Rasenmähers höher. Statt einer Schnitthöhe von ca. 4 cm sind im Hochsommer 6 cm angebracht. Austrocknungserscheinungen werden so gemildert.
  • Bei langer Trockenheit sollten Sie den Rasen am frühen Morgen mindestens einmal wöchentlich zusätzlich bewässern.

 

Moos

Das Auftauchen von Moosflächen kann folgende Ursachen haben:

  • Mangelhafte Nährstoffversorgung stoppt das Wachstum des Rasens, aber nicht das der genügsamen Moose.
  • Der Boden leidet unter Verdichtung und Staunässe.
  • Der Rasen liegt im Schatten und erhält zu wenig Licht.

 

Maßnahmen:

  • Ausgewogene Düngung stärkt den Rasen und verdrängt das Moos.
  • Belüftung der Bodenoberfläche und Entfernen des Mooses und des Rasenfilzes durch Vertikutieren.
  • Den Rasen nicht zu kurz mähen, damit er er mehr Assimilationsfläche erhält, um mit den ungünstigen Lichtverhältnissen fertig zu werden.
  • Behebung der Staunässe durch „Tiefenbehandlung“. Mit einer Mistgabel ist das einfach und effektiv. Man sticht ca. alle 20 cm tief in den Rasenboden ein und sichert so die Sauerstoffzufuhr nachhaltig.



Unkraut

Der verlegte Fertig-Rasen ist zunächst unkrautfrei. Je nach Lage Ihres Gartens fliegt jedoch mehr oder weniger Unkrautsamen auf Ihre Fläche. Wie viele Unkräuter man im Rasen wachsen lässt, ist natürlich Geschmackssache.

Maßnahmen:

  • Durch einen gleichmäßig gepflegten Rasen (siehe Düngen und Mähen) fällt es dem Unkraut schwer, sich zu etablieren und aufzuwachsen.
  • Manuelles Entfernen der Unkräuter. Bei Wurzelunkräutern ist es wichtig, das die ganze Wurzel mit entfernt wird.
  • Ansonsten erhalten Sie gängige Herbizide im Fachhandel (z.B. Raiffeisenmärkte). Diese bekämpfen die Unkräuter ohne den Rasen anzugreifen.

 

Hexenringe

So bezeichnet man das kreisförmige Auftreten von Pilzen im Rasen. Die Pilze scheiden eine Substanz aus, die den Rasen absterben lässt. Treten diese Hexenringe trotz Herausharken, regelmäßiger Düngung und Belüftung auf, hilft ein Fungizid.

Schneeschimmel

Der Schneeschimmel ist ein Pilz, welcher den Rasen im Winter zum Absterben bringt. Anzeichen sind gelb/braun verfärbte Flächen. Vermeiden Sie Stickstoffdüngung nach Mitte Oktober. Falls dennoch dieser Pilz erkennbar wird, sollten Sie ebenfalls ein Fungizid einsetzen.

Maulwürfe

Unter den Tieren bringt besonders der Maulwurf Liebhaber eines gepflegten Rasens zur Verzweiflung. Dabei macht er sich durch das Vertilgen von Würmern, Insekten und Larven auch nützlich. Zum Vertreiben der unter Artenschutz stehenden Tiere bleibt nur eines der zahlreichen Hausmittel, wie z. B. mit stark riechenden Substanzen (Terpentin, Petroleum) getränkte Tücher oder Knoblauch in die Maulwurfsgänge zu stopfen.

Ameisen

Sie sind nicht gerne gesehen, obwohl sie meist keine wirklichen Schäden verursachen. Ameisen treten im Freien oft im Zusammenhang mit Blattläusen auf. Diese scheiden „Honigtau“ aus, den die Ameisen fressen. Dabei „melken“ sie die Blattläuse, vertragen diese und dehnen so den Befall aus. Indirekte Bekämpfung ist durch Ausschaltung der Blattläuse möglich. Direkte Bekämpfung ist nur durch Aufgraben der Ameisennester und mehrmaliges Eingießen mit kochendem Wasser möglich, oder durch die Verwendung chemischer Mittel (Köderboxen).

Regenwürmer

Der bodenbelebende Nutzen der Regenwürmer ist unbestritten. Wer sie dennoch aus seinem Rasen verbannen möchte, kann die Tiere durch starkes Klopfen mit einer Schaufel hervorlocken, aufsammeln und in einem anderen Teil des Gartens, am besten im Komposthaufen, ihre wertvolle Tätigkeit verrichten lassen.

Wühlmäuse

Wühlmäuse hausen in einem weitverzweigten unterirdischen Gangsystem und sind Pflanzenfresser. Sie fressen an Wurzeln verschiedenster Pflanzen, diese vertrocknen und lassen sich ganz leicht aus dem Boden ziehen. Die Mäuse vermehren sich rasant, wobei es alle 3–5 Jahre zu einer Bestandsexplosion kommt, danach bricht die Population wieder zusammen. Die beste Bekämpfungsmethode ist immer noch das Auslegen von Wühlmausfallen. Zusätzlich können Hauskatzen ihren Teil zur Bekämpfung beitragen.